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Informationen zur Vorsorge
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Augenvorsorge, also Untersuchungen zur Früherkennung des Grünen Stars, der Makulaerkrankung, von Netzhauterkrankung, die Früherkennungsuntersuchung bei Kindern, der "Jahrescheck" und die vorsorgliche Untersuchung, ob die Brille noch stimmt sind private, geprüfte, individuelle und sinnvolle Sonderleistungen. Augenvorsorgeleistungen sind im Gegensatz zu Vorsorgeleistungen in anderen Fachgebieten (zum Beispiel Frauenmedizin) keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in der Augenmedizin beschränkt sich im wesentlichen auf die Abklärung konkreter Beschwerden und der akuten oder dauerhaften Behandlung objektivierter Erkrankungen. Vorsorge in der Augenmedizin ist also für gesetzlich Versicherte Patienten Privatsache. Augenvorsorge ermöglicht die Früherkennung von Augenerkrankungen und hilft, ansonsten oft irreversible Schäden zu vermeiden. Augenvorsorge ist daher sinnvoll. Wir versorgen Sie mit den notwendigen Informationen und machen Ihnen ein maßgeschneidertes faires Vorsorgeangebot.
Früherkennungsuntersuchung Grüner Star
Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Erkrankung der Augen, deren Häufigkeit auf über 7% im höheren Alter steigt. Rund 800.000 Glaukom-Patienten gibt es in Deutschland, bei etwa 3 Millionen liegt eine Vorstufe dieser Erkrankung vor. Beim Glaukom handelt es sich um einen langsam fortschreitenden Sehnervenschwund mit Verfall des Gesichtsfeldes, oft verbunden mit einer Erhöhung des Augeninnendruckes. Der Glaukom-Kranke bemerkt die schleichende Einschränkung des Sehvermögens meist erst dann, wenn es zu spät ist. Eine rechtzeitige Behandlung kann einen irreparablen Schaden verhindern. Bei der Früherkennungsmaßnahme nehme ich eine Untersuchung der Sehnerven vor und bewerte sie mit den Ergebnissen der Augeninnendruckmessung. Die Vorsorge-untersuchung Grüner Star empfehle ich ab dem 40. Lebensjahr alle 2 Jahre, ab dem 55. Lebensjahr jährlich.
Früherkennungsuntersuchung Netzhaut.
Bei der Früherkennungsuntersuchung periphere Netzhaut-erkrankungen geht es im Wesentlichen um die Früherkennung von Vorstufen zur Netzhautablösung sowie von peripheren Netzhaut- und Aderhauttumoren. Vorstufen zur Netzhautablösung bilden sich insbesondere bei Kurzsichtigen. Netzhauterkrankungen können, frühzeitig erkannt, vorsorglich behandelt werden, bevor sie ernste Störungen hervorrufen. Störungen in der äußeren Netzhaut lassen sich nur bei erweiterter Pupille erkennen. Die Früherkennungs-untersuchung empfehlen wir allen Kurzsichtigen altersunabhängig alle 2 Jahre, allen anderen einmal und nachfolgend alle 5 Jahre.
Früherkennungsuntersuchung Makulaerkrankung.
Die altersbezogene Makulaerkrankung (AMD) ist die häufigste Ursache für einen schweren Sehverlust im Alter. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem Umbau der Sinneszellen der zentralen Netzhaut, der Makula. Anzeichen einer beginnenden schweren Verlaufsform können sich schon im Alltag bemerkbar machen: Gerade Linien erscheinen verzerrt und gebogen. Im späteren Stadium der Krankheit erscheint ein grauer Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes. Im weiteren Verlauf bleibt nur das äußere Gesichtsfeld erhalten, so dass Lesen, Fernsehen oder Autofahren schwierig und dann nicht mehr möglich sind. Es besteht somit die Gefahr, dass die Selbstständigkeit im Alltag verloren geht. Meist ist anfangs nur ein Auge betroffen, was dazu führt, dass das gesunde Auge die fehlende Sehleistung ausgleicht. Dadurch fallen Einschränkungen im Sehvermögen oft zu spät auf und die Erkrankung wird erst bemerkt, wenn auch das zweite Auge betroffen ist. Bereits entstandene Schäden sind nicht mehr rückgängig zu machen. Je früher die AMD erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sie aufzuhalten. Bei der Untersuchung wird festgestellt, ob Veränderungen in der Makula vorliegen. Falls bei dieser Früherkennungsuntersuchung Veränderungen festgestellt werden, die genauer abgeklärt oder behandelt werden müssen, übernimmt Ihre Kasse die weiteren Kosten für Maßnahmen Die Vorsorgeuntersuchung AMD empfehlen wir allen Rauchern ab dem 50. Lebensjahr, ansonsten ab dem 60. Lebensjahr alle 2 Jahre.
Augenärztliche Vorsorgeuntersuchung Amyblopie bei Kindern
Bei einer Amblyopie handelt es sich um eine Sehschärfenminderung von Augen, die als Organ gesund sind, aber trotz optimaler Brillenkorrektion zunächst nicht gut sehen können. Sie tritt bei einseitigen optischen Fehlern (Kurz-, Über- oder Stabsichtigkeit) auf, oder wenn der optische Fehler in beiden Augen sehr stark ist. Sehr häufig findet sich außerdem eine Amblyopie beim Schielen (in ca. 70 % der Fälle). Je früher eine Amblyopie erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Dann kann die Sehschärfe soweit normalisiert werden, dass man mit diesen Augen flüssig lesen und sogar Autofahren kann. Die Amblyopiebehandlung ist gewissermaßen eine Versicherung gegen den Verlust der Lesefähigkeit, falls im späteren Leben dem besser sehenden Auge etwas zustößt. Die Amblyopie-Vorsorge ohne Pupillenerweiterung ermöglicht es, ein Schielen und eine schlechte Sehschärfe auszuschließen, erfasst aber nur etwa 80 bis 85 % der Risiken, die eine Amblyopie auslösen können. Nach einer Untersuchung mit vorübergehender Lähmung der inneren Augenmuskeln und weiten Pupillen können wir Ihnen mit größtmöglicher Sicherheit sagen, ob es verdeckte organische oder optische Risiken für Amblyopie gibt. Wir empfehlen die Früherkennungsuntersuchung, auch bei Fehlen sichtbarer Auffälligkeiten, innerhalb der ersten 12 (!) Lebensmonate bei erhöhtem Risiko für Schielen, bei familiärer Veranlagung für Fehlsichtigkeit oder bei erblichen Augenerkrankungen in der Familie, weiterhin ebenfalls so frühzeitig für Geschwister oder Kindern von elterlichen Schielern und elterlich stark Fehlsichtigen (besonders Übersichtigen), sowie darüber hinaus im Alter von 3 Jahren für alle übrigen, auch unverdächtigen und familiär unbelasteten Kinder zur frühzeitigen Entdeckung eines kleinwinkligen Schielens oder von optischen Brechungsfehlern.
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